Wir machen es selbst. Heute: Latexhandschuhe

By agnahtstrumpf_admin / On Aug.22.2013 / In dies & das / Width 0 Comments

Latexhandschuhe selbst gemacht

Es geht weiter in Sachen Latex. Vor nicht all zu langer Zeit fielen mir alte Formen für Latexhandschuhe in die Hände und sogleich war der wollte ich probieren, ob sich Latexhandschuhe auch in der Heimwerkstatt herstellen lassen.

Schaut man nur auf den Preis, dann ist das sicher nicht sinnvoll. Doch selbstgemachte Dinge können, wenn sie gelingen, sehr viel schöner sein, als gekaufte Sachen.

Neben den Formen braucht man Flüssiglatex. Qualitativ gutes Flüssiglatex, sonst geht es doll in die Hose – oder in die Mülltonne. Ich verwende Flüssiglatex des Luftballonhersteller www.ballonpoint.com , denn was für Ballons gut ist, kann nur bestes für Handschuhe sein. Weiterhin sollte sich bei dieser Herkunft die Menge der „unfreundlichen Zusatzstoffe“ auf ein Mindestmaß beschränken. Bei Billigkram würde ich mir da nicht sicher sein.

Das Flüssiglatex kommt in einen Tauchbehälter und schon kann es fast losgehen. Als Tauchbehälter wählte ich einen Pappkarton, in den die Handschuhform knapp passte. In diesen Pappbehälter kam eine passende Tüte aus PE, diese kann nach dem Formen dann entsprechend gereinigt oder entsorgt werden. Vom Volumen her solltest du ein Tauchbecken wählen, das nicht all zu groß ist, sonst ist zum Füllen eine große Menge Flüssiglatex notwendig.

Die Formen müssen noch mit einem Hautbildner (Koalisator) vorbehandelt werden, um das Erstarren des Flüssiglatex auf der Oberfläche der Form zu beschleuigen. Ohne diesen Koalisator wird das Unternehmen „Gummihandschuh“ in der Heimmanufaktur kaum gelingen.

Ist der Koalisator getrocknet, wird die Form in das Bad aus Flüssiglatex getaucht. Nur kurz eintauchen, das langsam heraus aus dem Latex. An den Fingern der Form abtropfen lassen und Zeitpunkt „Augenmaß“ mit dem Fön kurz antrocknen, um das Laufen von Nasen zu unterbinden.

Nach einigen Fehlversuchen funktioniert das richtig prima. Man kann die Schichtdicke durch Anzahl der Tauchgänge nach Belieben variieren und das Latex von Ballonpoint glänzt wunderbar, ist im Resultat schön weich, dehnbar und reißfest.

Nach der gewünschten Anzahl der Tauchgänge läßt du die Form über Nacht unbeachtet stehen. Vorher kannst du noch einen kleinen Rollrand formen. Dann kommt ein mit Sorgfalt durchzuführender Arbeitsgang: das Abziehen des Handschuhs von der Form! Nicht zu hastig, denn unser Latex klebt noch auf der Oberfläche. Vor und während des Lösens die Oberflächen Innen und Außen immer leicht einpudern!

Nach dem Abziehen lasse ich den Handschuh einen Tag liegen. Wasche den fertigen Handschuh nun ausgiebig lange Zeit im Wasser aus.

Fertig.

Wer qualitativ gute Latexhandschuhe diverser Längen und Stärken nicht selber machen möchte, ist beim deutschen Hersteller LATEXA auch prima aufgehoben. LATEXA hat übrigens auch lange Latexhandschuhe in dünnen 0,25 mm Stärke im Sortiment. Produziert wird, so viel mir bekannt ist, in Deutschland. Natürlich haben diese Handschuhe auch einen anderen Preis, als der Billigkram aus Asien.


Für Latexhandschuhe aus der Home - Manufaktur brauchst du
  • Geeignete Form für Latexhandschuhe
  • Qualitativ hochwertiges Flüssiglatex zum Beispiel www.ballonpoint.com
  • Hautbildner (Koalisator)
  • Ein Tauchbecken
  • Einen Fön
  • Puder (zum Beispiel Pfeilwurzpulver)
  • Zeit und Geduld

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